Führung in SCHWAIGERN

Donnerstag 8. Mai 2014

Die Spuren der spätmittelalterlichen Ackerbürgerstadt

und Bernhard Sporers spätgotische  Stadtkirche –

Ein kurzer Rundgang zeigt die Entwicklung des Ortes vom herrschaftlichen Viehhof aus der fränkischen Landnahme bis zum heutigen Städtchen. Dieses  ist immer noch stark von Acker- und Weinbau geprägt. Stadtrecht und Ummauerung änderten bis zum II. Weltkrieg nicht viel. Erst danach brachten Zuwanderung und Industrie allmählich eine Verlagerung des wirtschaft­lichen Schwerpunkts der Gemeinde.

Zentrum der Stadt war und ist seit dem 12. Jahrhundert der Bereich um das gräfliche Schloss der Herren von Neipperg und das Rathaus.

Im Vorgängerbau des Rathauses spielte sich das dunkle Kapitel des Hexenprozesses von 1713 ab.

Bau- und kunsthistorisches  Glanzstück Schwaigerns ist die spätgotische evangelische Stadtkirche. Die romanische Basilika wurde von Bernhard Sporer noch vor der Reformation als Seitenschiff der gotischen neuen Kirche integriert. Ihre Innenausstattung mit den gotischen Flügelaltären, Skulpturen und Grabmälern, vor allem aber mit dem Barbara-Altar von Jörg Ratgeb unterstreicht eindrücklich die Bedeutung dieses Bauwerks.

 Führung:                  Gerhard Wagner, Heimatverein Schwaigern,

Näheres unter Tel 07131-963212 und unter info@hv-hn.de

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Halbtagesfahrt Karlsruhe zur Sonderausstellung „IMPERIUM DER GÖTTER“

-Isis – Mithras – Christus / Kulte und Religionen im Römischen Reich                Dienstag 1. April 2014

Das Badische Landesmuseum zeigt vom 16. November 2013 bis 18. Mai 2014 erstmals eine umfassende und vergleichende Präsentation der sogenannten orientalischen Kulte und Religionen. Spannend ist die Frage, in welchem Verhältnis das frühe Christentum zu diesen Kulten im Römischen Reich steht.

Mithräen in unserer Region zeugen von der Verehrung des Lichtgottes Mithras, dessen Heimat die Römer in Persien sahen und der in der Bildkunst als Stiertöter erscheint. Die ägyptische Isis war als Universalgottheit und Herrscherin über das Schicksal Ansprechpartnerin für alle menschlichen Nöte. Die urtümliche Mutter- und Naturgottheit aus Kleinasien Mater Magna bzw. Kybele wurde mit ekstatischen Festen gepriesen und stieg zu einer Schutzherrin der Römer auf. Der mächtige Gott Jupiter Dolichenus aus der Stadt Doliche in Syrien stammend war für den Schutz von Kaiser und Reich sowie aller seiner Bewohner zuständig. Neben diesen sogenannten orientalischen Kulten erscheinen das Judentum und das Christentum als zwei Religionen östlichen Ursprungs und führten einen Epochenwandel von weltgeschichtlicher Bedeutung herbei.

Leitung und Einführung:           Dr. Christina Jacob, Leiterin der Archäologischen Sammlung der Städtischen Museen Heilbronn

Führungen in der Ausstellung:  örtliche Führer

Näheres unter Tel 07131-963212 und unter infor@hv-hn.de

Götz von Berlichingen – ein Strauchritter und Raubunternehmer?

Donnerstag, 13. März 2014

                        Vortrag Prof. Dr. Kurt Andermann, Karlsruhe und Freiburg

 

Götz von Berlichingen – ein Strauchritter und Raubunternehmer?

Götz von Berlichingen ist in aller Munde. Diese Feststellung gilt keineswegs allein für jenes geflügelte Wort, das gar nicht durch Götz selbst, son­dern erst durch Goethes gleichnami­ges Drama ge­wis­sermaßen salon­fähig wurde. Sie gilt auch hinsichtlich der Beurteilung Ber­lichingens unter Historikern. Nachdem nämlich der „Ritter mit der eisernen Hand“ er­staunlich lang überhaupt kein Thema war, hat sich in den letz­ten drei Jahrzehnten ein akademi­scher Disput dar­über entspon­nen, wie man Göt­zens Un­ternehmungen, seine zahlreichen Fehden und seine Be­teili­gung am Bau­ernkrieg, zu beurteilen habe, ob man sie für über­lebtes Raub- und Strauch­ritter­tum, für mo­dernes Raub­unterneh­mertum oder ganz einfach für stan­despoli­tische Interessen­wahrung in einer Zeit tiefgreifender Um­brüche halten soll. Der Vortrag will auf diese Fragen eine Antwort geben.

Prof. Dr. Kurt Andermann ist Archivdirektor am Generallandesarchiv in Karls­ruhe und Honorarprofessor der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br. Seine Forschungen und Veröffentlichungen gelten der südwestdeutschen und der verglei­chenden Landesgeschichte sowie der Verfassungs- und Sozialgeschichte des späten Mittelalters und der frü­hen Neuzeit.

Nach seinem Vortrag Fränkischer Uradel: die Freiherren von Berlichingen im Oktober 2013sind wir gespannt auf den Vortrag über „Götz“.