Ganztagesfahrt nach WERTHEIM

Dienstag, 14. Mai 2013

                                   Ganztagesfahrt nach WERTHEIM

Nachdem in mehreren Fahrten des Historischen Vereins das Jagsttal von der Mündung bis zur Quelle erkundet wurde, geht der Blick nun auf das bekannteste Nebenflusstal der Region Heilbronn-Franken: das liebliche Taubertal.

Wertheim, das Tor zu diesem Tal, diese romantische und mittelalterliche Stadt an Main und Tauber, wird überragt von einer der größten Steinburgruinen Süddeutschlands, wird geprägt von reich verzierten Fachwerkhäusern, kleinen Plätzen, schmalen Gassen und der imposanten Stiftskirche.

Wenige Kilometer tauberaufwärts liegt in landschaftlicher Abgeschiedenheit das 1153 gegründete ehemalige Kloster Bronnbach, das zu den besterhaltenen Zisterzienser-Klosteranlagen in Süddeutschland gehört. Wie ein Bilderbuch lesen sich die romanischen, gotischen und barocken Elemente dieses Baudenkmals, das sich nach seiner gründlichen Restaurierung der letzten Jahre zu einem geistlich-wissenschaftlich-kulturellen Zentrum entwickelt.

 Tagesablauf: den Vormittag verbringen wir in Wertheim: Stadtführung und Stiftskirche; mit dem „Burgbähnle“ fahren wir auf die Burg – Mittagessen im Burgrestaurant. Nachmittags Führung im Kloster Bronnbach, Kaffee/Vesper im Gasthaus Klosterhof, Rückfahrt durch das Taubertal.

Unser Mitglied Bernhard Hermann, pensionierter Oberstudienrat, der u.a. Geschichte unterrichtet (hat), hat schon einige Gruppen nach Wertheim begleitet.

Reiseleitung:                                 Bernhard Hermann, Oberstudienrat  i. R.  

Führungen:                                  örtliche Führer

Anmeldung und weitere Details unter Tel. 07131-963212 oder per mail an info@hv-hn.de

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Das jüdische Altersheim Eschenau – auf den Spuren seiner Bewohner

Mittwoch, 24. April 2013

Das jüdische Altersheim Eschenau – auf den Spuren seiner Bewohner

1941/42 diente Schloss Eschenau als jüdisches Altersheim. Die meisten Bewohner stammten aus Stuttgart, das „judenfrei“ werden wollte. Aber auch aus Heilbronn und einigen Landkreisgemeinden wurden einzelne ältere Juden nach Eschenau „ausquartiert“. Im August 1942 wurden die Bewohner und das Personal nach Theresienstadt deportiert. Nur zwei Heimbewohnerinnen und fünf Mitarbeiterinnen überlebten die Deportation. Eine neue Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Affaltrach erinnert seit kurzem an die Schicksale dieser Menschen.

Die Exkursion führt zu den wichtigsten Orten der Ereignisse 1941/42: Schloss Eschenau (von außen), dem dortigen Bahnhof, der Ausgangspunkt des Deportationszuges war, und dem jüdischen Friedhof Affaltrach, wo zwölf Heimbewohner begraben liegen. Schwerpunkt wird eine Führung durch die neue Ausstellung in der ehemaligen Synagoge Affaltrach sein, die das Leben im jüdischen Altersheim anhand von Fotos, Dokumenten und einigen wenigen Gegenständen nachzeichnet. Außerdem gibt es die Gelegenheit, die dortige Dauerausstellung über jüdisches Leben in Stadt und Landkreis Heilbronn zu besichtigen.

Reisebegleitung:                   Petra Schön, Kreisarchivarin

Kosten:                                  € 18:00 (Fahrt, Führungen), € 4:00  (nur Führungen)

Anmeldung:                          Tel 07131-963212, info@v-hn.de

GOETHES SCHLESISCHE REISE

Donnerstag 18. April 2013 im Kulturkeller Heilbronn

Vortrag von Anne-Gabriele Michaelis:  „ GOETHES SCHLESISCHE REISE“

Diese Reise Goethes von 1790 ist wenig bekannt. Der Dichter nannte die preußische Provinz Schlesien ein „zehnfach interessantes Land“. Goethe besuchte das preußische Heer in Zirlau und ritt ins schlesische Gebirge zu den Steinbrüchen. Diese waren für den naturwissenschaftlich interessierten Dichter eine Fundgrube. Das schon damals bekannte Ausflugsziel Zotenberg faszinierte den Dichter ebenfalls. Mehrere Wochen wohnte er in Breslau. Goethe war Minister für das Bergwerkswesen des Herzogtums Sachsen-Weimar und lernte die Bergwerksanlage bei Tarnowitz sowie ein Salzbergwerk kennen. Im Riesengebirge erklomm Goethe den Gipfel der Schneekoppe.

Frau  Michaelis berichtet auch von der Liebe des 41-Jährigen zu der 21-jährigen Henriette von Lüttwitz. Der Dichter verschwieg diese unglückliche Liebe – er reiste nie wieder nach Schlesien,  und die Romanze wurde erst nach seinem Tod bekannt.

Unser Mitglied Anne-Gabriele Michaelis ist vielen bekannt durch die Reihe „Literatur am Montag“ im Kulturkeller Heilbronn.

Ort:                                        Kulturkeller Heilbronn, Gartenstr. 64

Beginn:                                  15:00 Uhr

Dauer:                                   eine gute Stunde, anschließend Zeit für Fragen     Kosten:                                  € 10.–

Anmeldung:                          unbedingt erforderlich