Das Herzog-Magnus-Denkmal

Herzog Magnus Denkmal bei Obereisesheim; 2015

Das Herzog Magnus Denkmal bei Obereisesheim; 2015

Der Historische Verein Heilbronn ist Eigentümer eines Denkmals auf der Gemarkung von Obereisesheim (Stadt Neckarsulm). Es steht am Ort der Schlacht bei Wimpfen am 6. Mai 1622; der junge Herzog Magnus von Württemberg fand bei diesen Kämpfen den Tod.

Das Denkmal wurde am 5. Mai 1900 eingeweiht; der Anlass ist heute nicht mehr bekannt (der 275. Jahrestag der Schlacht und des Todes von Magnus war am 6. Mai 1897; Magnus wurde am 2. Dezember 1594 geboren).

Der damalige Vorsitzende des Vereins, Alfred Schliz, schrieb im Jahrbuch des Vereins (Historischer Verein Heilbronn. Bericht 6 (1896/1900), S. 86): „Den historischen Sinn bei den Mitgliedern und in weiteren Kreisen durch die Erinnerung an ein besonders denkwürdiges Ereignis in der Geschichte unserer Gegend rege zu halten, beschloß der Ausschuß dieses Jahr statt des Jahresausflugs einen Gedenktag an die Schlacht zu Wimpfen zu feiern und zugleich eine Ehrenschuld unseres Volkes gegen einen erlauchten Sprossen unseres Fürstenhauses, Herzog Magnus von Württemberg, der dort für seinen Glauben den Heldentod starb, durch Errichtung eines Gedenksteins bei Obereisesheim, dem Ort des mörderischen Gefechtes, in dem er fiel, abzutragen.“

Anlässlich des Ortsjubiläums von Obereisesheim im Jahr 2017 sollte das Denkmal restauriert und durch moderne Informationstafeln ergänzt werden. Da die Stadt Neckarsulm die notwendigen Mittel im Haushalt nicht aufbringen kann, bittet auch der Historische Verein Heilbronn um Spenden zu diesem Zweck. Bitte unterstützen Sie das Vorhaben, das historische Denkmal zu erhalten und mit zeitgemäßen  Informationsmedien zu ergänzen!

Spendenkonto:

Historischer Verein Heilbronn
Baden-Württembergische Bank Heilbronn
IBAN: DE41 60050101 7406501539
BIC: SOLADEST600
Verwendungszweck: Herzog-Magnus-Denkmal 

Nikolaus Straub – Notar und Bibelübersetzer 60 Jahre vor Luther

Eine Heilbronner Karriere vor 600 Jahren

Vortrag von Professor Dr. Andreas Deutsch, Leiter der Forschungsstelle „Deutsches Rechtswörterbuch“

Donnerstag 13. Oktober 2016 | 18:30 Uhr
Heinrich-Fries-Haus | Bahnhofstraße 13 | 74072 Heilbronn

Bislang war unklar, von wem jene Bibelübersetzung stammt, die, deutlich vor Luther entstanden, heute als „Manuskript 35“ in Leipzig liegt. Neue Forschungen belegen, dass sie durch den schwäbischen Notar Nikolaus Straub verfasst wurde – kurz bevor er 1465 nach Heilbronn kam. In der Neckarstadt wurde Straub (als erster überhaupt) zum reichsstädtischen Generalsyndikus berufen. Von hier aus reiste er dann in diplomatischer Mission unter anderem drei Mal zum Papst in Rom. Es ging um die Reform von Heilbronner Klöstern und die Pfarrei der Kilianskirche. Die Reiseberichte lesen sich wie ein Kriminalroman, so war einmal gerade die Pest ausgebrochen, als Straub in der Ewigen Stadt ankam. Die dritte Romreise dauerte rund zwei Jahre. Unter anderem beschaffte Straub eine Ablassurkunde zur Finanzierung des Chors der Kilianskirche.

Der Rechtshistoriker Prof. Dr. jur. Andreas Deutsch  ist Leiter der Forschungsstelle „Deutsches Rechtswörterbuch“ an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg. Er ist in Schwäbisch Hall geboren und genießt in der Region als brillanter Redner und Fachmann einen sehr guten Ruf.

(Das Deutsche Rechtswörterbuch ist das Großwörterbuch zur historischen Deutschen Rechtssprache – unter anderem werden darin auch Heilbronner Quellen verarbeitet. Mehr Info: http://www.deutsches-rechtswoerterbuch.de/ueber.htm)

 

Stadtbilder im südlichen Franken

 Samstag 20.August 2016  Ganztagesfahrt

Wir besichtigen die aus dem frühen 14. Jahrhundert stammende Stadt Herrieden mit Stadtpfarr- und Nebenkirche sowie die Ruine der Stadtburg. Weiter geht es nach Ornbau an der Altmühl mit erhaltenem Stadtbild des Mittelalters (Brücke, Stadtmauer, Diebsturm und Kirche St. Jakobus). Wolframs-Eschenbach war über 500 Jahre im Besitz des Deutschen Ordens. Wir besichtigen dort die katholische Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert und schauen uns Ordensvogtei, Rathaus und die Stadtbefestigung mit vollständig erhaltener Ringmauer an.

 

Leitung und Führungen:     Dr. Joachim Hennze,

Leiter der Unteren Denkmalbehörde derStadt Heilbronn

Abfahrt:                                8:30 Uhr Busbahnhof Karlstraße

Rückkehr:                             ca. 18:00 Uhr

Kosten:                                  € 45.– für Mitglieder, € 55.– für Nichtmitglieder

(Busfahrt, Führungen, Trinkgelder)

Anmeldung:                           unbedingt erforderlich

Auf den Spuren des heiligen Kilian

Samstag 6.August 2016   Ganztagesfahrt

Wir besichtigen die Kilianskirche in Markterlbach aus der Renaissance, die ev. Stadtpfarrkirche St. Kilian in Bad Windsheim, in ihren Ursprüngen aus dem späten 12. Jahrhundert, in der heutigen Form von 1739,  sowie die Kilianskirchen in Rodheim von 1592 und in Hemmersheim von 1768.

Leitung und Führungen:     Dr. Joachim Hennze, Leiter der Unteren Denkmalbehörde der   Stadt Heilbronn

Abfahrt:                                8:30 Uhr Busbahnhof Karlstraße

Rückkehr:                             ca. 18:00 Uhr

Kosten:                                  € 45.– für Mitglieder, € 55.– für Nichtmitglieder

(Busfahrt, Führungen, Trinkgelder)

Anmeldung:                            unbedingt erforderlich

Halbtagesfahrt nach Mannheim ins TECHNOSEUM

Donnerstag 21. Juli 2016

Geschichte der Industrialisierung

Der Rundgang durch das Technoseum, das Museum für Technik und Arbeit, zeigt den Aufbruch in das Industriezeitalter. Der Bedarf  an Papier und Druckerzeugnissen, Nahrungsmitteln und Kleidung stieg. Der Einsatz von Maschinen wurde stärker, damit die Produktivität gesteigert werden konnte. Die Mechanisierung der Produktionsverfahren schreitet voran, traditionelle Lebensgewohnheiten verändern sich.

Das Technoseum zeigt Ergebnisse und Erfindungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Technik im 18. Jahrhundert, die die Wege für die industrielle Weiterentwicklung im 19. Jahrhundert vorbereitet haben. Gezeigt werden die „Wurzeln des Wohlstandes“, die als Basis der heutigen Gesellschaft Baden-Württembergs gelten.

Bei der Reise durch die Zeit erlebt der Besucher Vorführungen in den verschiedenen historischen Werkstätten, Präsentationen und Erläuterungen und kann auch selber an alten Maschinen arbeiten.

Reiseleitung und Führung in Mannheim:       Kerstin Chittka-Wittig M.A., Mitarbeiterin der Archäologischen  Sammlung der Städtischen Museen Heilbronn und des Technoseums Mannheim

Abfahrt: 13:00 Uhr  Rückkehr:   ca. 18:30 Uhr

Kosten:     € 40.– für Mitglieder, € 50.– für Nichtmitglieder  (Busfahrt, Eintritte, Führungen, Trinkgelder)

Anmeldung:      unbedingt erforderlich

Geführte Wanderung: Salzwanderweg Bad Friedrichshall – auf den Spuren des weißen Goldes

Mittwoch 6. Juli 2016

 

Der Salzwanderweg begibt sich auf die Spuren des Salzes und führt weit zurück in die Geschichte und die Technik der Stadt Bad Friedrichshall. König Friedrich von Württemberg ließ im frühen 19. Jahrhundert nach Salz bohren und wurde so zum Namenspatron der Stadt. Der Weg führt durch die Geschichte der Salzgewinnung und des Salzabbaus, die Orte dieser Geschichte.

Der Bad Friedrichshaller Gästeführer Wolfgang Dürr, der uns in den vergangenen Jahren schon mehrfach die Schmuckstücke seiner Stadt und der näheren Umgebung vorgestellt hat, begleitet uns auf diesem vier Kilometer langem Weg, vorbei an elf Informationstafeln, die sich z.B. am Salinenkanal, an der Eisenbahnbrücke, am noch heute betriebenen kleinen Wasserkraftwerk, am alten Schacht und am Tretrad befinden.

Die Gehzeit beträgt ca. zwei Stunden auf befestigten Waldwegen und asphaltierten Wegen.

Bitte bei der Anmeldung unbedingt angeben:

  • Eigene Anreise oder Anreise mit dem Reisebus?
  • Teilnahme an der anschließenden Einkehr zum Gedankenaustausch?

Führung:                               Wolfgang Dürr, Gästeführer Bad Friedrichshall

Abfahrt des Reisebusses:     9:30 Uhr Busbahnhof Karlstraße

Beginn:                                  10:00 Uhr

Treffpunkt:                           Parkplatz Biergarten Saline (Adresse: Saline 5)

Dauer der Wanderung:       2 Stunden

Rückkehr des Reisebusses: 14:30 Uhr

Kosten:                                  7.– Euro (nur Führung), 20.– Euro (Führung und Busfahrt)

Anmeldung:                          unbedingt erforderlich

Programm für das zweite Halbjahr

Schätze in der Region – Tagesfahrten – Ausstellungsbesuche – Veranstaltungsprogramm des Historischen Vereins Heilbronn für das zweite Halbjahr

Historische Schätze der näheren Umgebung werden besucht: die ehemalige Synagoge, der jüdischen Friedhof und die Bergkirche in Heinsheim (Bernd Göller); der Salzwanderweg in Bad Friedrichshall, vorbei am alten Schacht, dem Tretrad, dem kleinen Wasserkraftwerk (Wolfgang Dürr).   Der Leiter der Denkmalbehörde Heilbronn, Dr. Joachim Hennze,  führt bei baukundlichen Tagesfahrten auf die Spuren des Heiligen Kilian in Franken und zeigt Stadtbilder im südlichen Franken.  St. Kilian ist auch Thema einer Führung in der Heilbronner Kilianskirche (Ursula Neumann). Eine Tagesfahrt führt  nach Lichtenstein, Blaubeuren, Blaustein-Lautern auf die Schwäbische Alb. Beim Rundgang im Technoseum Mannheim, dem Museum für Technik und Arbeit,  werden  die Erfindungen und der Aufbruch ins Industriezeitalter erläutert.

Ein spannender Vortrag des Heidelberger Rechtshistorikers Dr. Andreas Deutsch über den Notar und Bibelübersetzer Nikolaus Straub, der auch einige Zeit in Heilbronn wirkte,    erwartet Interessierte im Oktober.

Das komplette Programm und damit alles Nähere zu allen Veranstaltungen kann gern bei der Geschäftsstelle des Vereins unter 07131-963212 oder per E-Mail an info@hv-hn.de  oder über http://www.hv-hn.de angefordert werden.